Rot-Weiß-Ästhetik

Eine im Hinblick auf die ästhetische Prognose immer wichtiger werdende Tatsache ist die Notwendigkeit von weiteren Hart-und Weichgewebstransplantaten (Sitedevelopment), die entweder intraimplantologisch oder aber zeitversetzt noch vor der endgültigen Freilegung der Implantate erfolgen. Diese können im Sinne einer kompletten Rekonstruktion der Alveolarkammarchitektur wesentlich zu einem hervorragenden kosmetischen Resultat beitragen.

Hier bieten bovine oder aber auch porcine Knochenersatzmaterialien mit geringer Resorptionstätigkeit durch Ihre andauernde raumfordernde Unterstützung des Augmentates in Verbindung mit verschiedenen resorbierbaren und nicht resorbierbaren Membranen im Sinne einer „Guided Bone Regeneration“ ihre materialspezifisch vorwiegende Einsatzindikation. Die angeführte zusätzliche Weichteildeckung der augmentierten Alveole kann entweder als freies FTG /CTG oder als gestieltes rotiertes CTG verwendet werden. Diese Transplantate können aus dem Gaumen oder aus dem Weichteilanteil des Tuber maxillae entnommen werden. Obwohl oft eine Heilung per secundam zu beobachten ist, haben diese Transplantate durch die temporäre „Versiegelung“ (Socket Seal Surgery) der Alveole Ihre Berechtigung (Landsberg et al 1994). Die Ursache der Heilungsstörung liegt sicher in der geringen Ernährung des Transplantates über das ausschließlich marginale gingivale Transplantatbett. Eine Modifikation dieser „Socket Seal Procedure“, die einen Teil des Transplantates deepithelialisiert bukkal subperiostal über der zu augmentierenden Alveole inseriert, führt über das vergrößerte Transplantatbett nicht nur zu einer besseren Einheilung des Transplantates, sondern auch zu einer ästhetisch günstigen zusätzlichen bukkalen Augmentation des Weichgewebes.

 

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